Gärtnertagebuch

Sinnvoll wiederverwertet

Paul Weinzerl

In niederschlagsarmen Sommern, wie wir sie nun immer häufiger erleben, sind gemulchte Beete hinsichtlich des Feuchtigkeitshaushaltes klar im Vorteil. Die Deckschichte einer Pflanzfläche hilft Untergrundfeuchtigkeit besser im Boden zu halten und wirkt sich positiv auf das Bodenleben aus. Da sich Beikräuter in den langen Trockenperioden gänzlich unbeeindruckt geben und dies durch üppigstes Wachstum zur Schau stellen, erreicht eine in der entsprechenden Stärke eingebrachte Mulchschicht eine deutliche Verminderung. Für die Herstellung einer solchen Abdeckung kann man aus vielfältigsten Materialien wählen, wobei man möglichst darauf achten sollte, regionale bzw. heimische Ressourcen zu nutzen. Neben Grasschnitt und Laub kommen üblicherweise oft Rindenmulch, Holzfaser und Kies zur Anwendung. Beim Einkauf von Rindenmulch sollte man wissen, dass viele handelsübliche Produkte mit Fungiziden behandelt sind und daher den ökologischen Gedanken nicht mittragen. Bei uns auf der GARTEN TULLN werden zusätzlich noch Hanfschäben und neuerdings sogar Kirschkern- und Zwetschkenkernmulch verwendet. Diese sind äußerst dekorativ und punkten durch eine vergleichsweise sehr hohe Lebensdauer. Sie entstehen als Nebenprodukt der Agrarindustrie und werden in einem natürlichen Verfahren ohne Zusatzstoffe recycelt.