Gärtnertagebuch

Aufgeweckt

Paul Weinzerl

Wenn auch die schattigsten Plätze des Gartens Erträge bringen, befindet man sich wohl auf Pilzsuche im eigenen Garten. Durch die Nutzung und Gestaltung von halbschattigen-schattigen Standorten als Pilzgärten kann man den Speiseplan eines Selbstversorger-Daseins wertvoll erweitern.

Igelstachelbart, Nameko, Reishi oder bekanntere wie Austernseitling oder Shitake sind hier die Namen unserer Schützlinge.

Die Anlage eines solchen Gartens ist überraschend einfach, entscheidend ist in erster Linie, wie auch generell beim "Garteln", die Auswahl eines geeigneten Standortes. An einem windgeschützten, schattigen Plätzchen lassen sich Pilze in Erdkultur, also auf Stämmen mit Erdkontakt, sowie hängend in Luftkultur, als Gestaltungselemente arrangieren. Dann geht es ans "Aufwecken" indem man beimpfte Stämmchen für die kontaktlose Kultur für 24 Stunden in ein Wasserbad taucht.

Nach wenigen Tagen heißt es dann "Immer der Pilznase nach".